Stadion Gratkorn, 700 Zuseher
Schiedsrichter: Drabek
Tore: Brauneis (4.); Rabihou (7.), Leitgeb (10.), Sobkova (12., 58.), Krajic (72.), De Oliveira (75. Elfer), Vural (84.)
Gelbe Karten: Ehrenreich, Strafner; Rabihou
FC PAX Gratkorn: Schwarz; Perchtold (25. Parapatits), Ehmann, Sauseng, Windisch; Ehrenreich, Strafner, Cichon (63. Hopfer), Zündel (37. Vorraber); Panagiotopoulos, Brauneis Weiterer Ersatz: Beer; Edler Gesperrt: Gsellmann
SC Austria Lustenau: Krassnitzer; Leitgeb, Kampel, Ernemann, Bolter; Krajic, Salomon, De Oliveira (83. Leitner), Dürr, Sobkova (76. Pöllhuber); Rabihou (69. Vural) Weiterer Ersatz: Haunschmid; Schreiner
Von wegen Serien... Fünf Spiele waren die Gratkorner nun seit Winterpause in der ADEG Erste Liga ungeschlagen und erhielten in diesen Partien lediglich drei Gegentreffer. Und dann empfing die Fuchs-Elf noch den "Lieblingsgegner" Austria Lustenau, gegen den man in den letzten fünf Heimpartien jeweils als Sieger vom Platz gegangen ist. Diese Serien sind am Karfreitag "eindrucksvoll" zu Ende gegangen, denn erstens kommt es oft anders, zweitens als man denkt...
Entscheidung nach zwölf Spielminuten - aus 1:0 wurde 1:3! Was war das für eine verrückte Anfangsphase im Stadion Gratkorn. Da gingen die Hausherren durch einen Kopfball vom anfangs auffälligen Daniel Brauneis nach Flanke von Georges Panagiotopoulos bereits in der 4. Spielminute mit 1:0 in Front um sieben Minuten später bereits als quasi Verlierer vom Platz zu stehen. Der 0:1 Rückstand beflügelte nämlich die Gäste aus dem Ländle enorm, diese kamen aber auch zu "einfachen" Treffern. In der 7. und 10. Spielminute trafen die Vorarlberger nach Flanken von Mario Leitgeb und Daniel Sobkova durch Amadou Rabihou und Mario Leitgeb per Kopf zum 1:1 bzw. zur 2:1 Führung. Und in der 12. Spielminute durften die Gäste auf ihrer linken Seite bis zur Corner-Linie durchspazieren, ehe der Stanglpass zur Mitte von Daniel Sobkova genau im rechten Eck zur 3:1 Führung untergebracht wurde.
Höchste Niederlage... Die Heimischen hatten danach wohl noch fast 80 Minuten Zeit um diesen Schock zu verdauen respektive um zurückzuschlagen. Weit gefehlt! Bis zum Pausenpfiff passierte dann, was (Gegen)Tore betraf - auch weil Daniel Ernemanns Kopfballtreffer wegen Stürmerfoul an Hannes Schwarz zu recht aberkannt wurde - nichts mehr. Selbst hatte man nicht eine einzige nennenswerte Tormöglichkeit. Einzig bei einem Stanglpass in der 40. Spielminute gab's einen Ansatz von Gefahr.
In der zweiten Hälfte wurde es dann noch schlimmer. Fehlendes Herz, fehlender Einsatz, ohne Zweikampfstärke und mit untauglichen spielerischen Mitteln schlitterten die Gratkorner in ein 1:7 Debakel. Den topmotivierten Lustenauern, die mit all den Tugenden ausgerüstet waren, die man von Gratkorner Seite schmerzlich vermisste, gelang dann aber auch alles und diese fügten den Steirern bis zum erlösenden Schlusspfiff von Schiri Drabek die höchste Niederlage der Gratkorner in der fünfjährigen Zugehörigkeit in der zweit höchsten Fußballliga Österreichs zu...
Die weiteren Gegentreffer... 1:4 Ein kurz abgespielter Freistoß war der Anfang vom Ende...Daniel Sobkova traf dabei flach und präzise ins rechte Eck (58.)
1:5 Gerald Krajic ließ bei seinem Laufduell Gratkorns Toni Ehmann ganz schlecht aussehen und traf dann aus halb rechter Seite hoch ins lange Eck. (72.)
1:6 Schiri Drabek entschied nach "Attacke" von Michael Sauseng wohl auf einen viel zu harten Elfmeter, den der ganz starke Sidnei de Oliveira sicher verwandelte.
1:7 Das halbe Dutzend war der Stöhr-Elf in Person von Sabri Vural zu wenig. Der zuvor eingewechselte Spieler wurde im Mittelfeld nicht wirklich attackiert und auch sein Schuss aus 16 Metern passte genau.
Fazit: Eine deftige Niederlage, die hoffentlich Auswirkungen hat. Das gesamte Team muss nun Charakter und als wieder zusammengeschweißte Einheit Herz zeigen, geht es doch in den nächsten beiden "schnuckeligen" Partien auswärts gegen Innsbruck und dann im Livespiel am Samstag zuhause gegen Leader FC Magna Wr. Neustadt... |