Lustenauer Reichshofstadion, 2600 Zuseher
Schiedsrichter: Schmid
Tore: Salkic (77., 91.); Gründler (24.)
Gelbe Karten: Ernemann (31.), Kridene (37.), Freudenthaler (92.); Puntigam (10.), Pana (27.), Cichon (85.)
FC PAX Gratkorn: Schwarz (40. Beer); Schick, Ehmann, Perchtold, Windisch; Zündel, Hopfer, Puntigam (66. Cichon), Gründler; Panagiotopoulos (57. Bernsteiner), Parapatits
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FC PAX Gratkorn Trainer Michael Fuchs: Was mich wurmt: Der Abseitspfiff des Zusehers und die nicht gegebene Rote Karte beim Torraub an Martin Gründler. In der zweiten Hälfte war’s meine Mannschaft, die kein Selbstvertrauen mehr hatte und durch Schülerliga-Fehler zwei Tore bekam… |
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SC Austria Lustenau Trainer: Edi Stöhr: Wir wurden in der ersten Halbzeit von den Gratkornern vorgeführt, hätten, vier, fünf, sechs Tore bekommen können! In der zweiten Halbzeit erdrückten wir die Gratkorner und haben noch verdient gewonnen. Ich kann den Ärger von Michael Fuchs verstehen, aber auch wir wurden benachteiligt… |
Einfach nur verrückt... Was war denn das für eine verrückte Partie im Lustenauer-Reichshofstadion. Szenen, die es in EINEM Spiel wohl noch kaum gegeben hatte. Die Leidtragenden waren vorweg mal die Gäste aus Gratkorn, bei denen Bernd Bernsteiner auf der Bank sitzen musste, und dafür "Para" neben "Pana" stürmen durfte.Sonst gab's keine "Änderung", gerade deshalb, weil Mario Steiner nach seinem Seitenbandriss zuhause bleiben musste und dafür Bernd Windisch nachrückte.
In der sechsten Spielminute passierte wohl Einzigartiges im Österreichischen Fußball. Die in Hälfte eins besseren Gratkorner, die anfangs einen Kopfball von Toni Ehmann verzeichnen konnten, erspielten sich einen Konter. Joachim Parapatits lief mutterseelenalleine auf den Gästekeeper zu, ehe er am Sechzehner "zurückgepfiffen" wurde und am Tor(schuss) gehindert wurde... Allein, der laute Pfiff stammte aus dem Publikum von einem (verrückten) Vorarlberger Zuseher!!!! Eine Unsportlichkeit sondergleichen...
In der 21. Spielminute gab's wiederum Kurioses. Joachim Parapatits brachte die Kugel von der rechten Seite in die Mitte, "Pana" rutschte anfangs am Ball vorbei! Martin Gründler hätte den Ball aus halblinker Seite im Tor untergebracht, wäre nicht der rutschende Belgier noch ungewollt an den Ball gekommen und befand sich deshalb 10 cm vor dem Tor im Abseits...
Das Foul am durchbrechenden und gut spielenden Martin Gründler war nicht verrrückt, aber da hätte Schiri Schmid dem Lustenauer Ernemann (31. Minute) aufgrund seines Torraubes dann doch - wie auch Trainer Stöhr fair im Interview zugab - nicht den "Gelben Karton" sondern die Rote Karte zücken müssen! Eine möglicherweise spielentscheidende Fehlentscheidung...
Auch kurios: Die Vorarlberger holten sich durch Prädident Hubert Nagl und durch den Coach Eduard Stöhr Stürmer Edin Salkic, der dann durch beide Tore das Spiel entschied, wobei beide im Vorfeld bemerkten, den Kicker gar nicht zu kennen...
Aber auch Lustenau hatte "Pech"! Mehr als nur Pech, denn den Vorarlbergern wurden zwei reguläre Tore aberkannt! Nach Freistoßflanke köpfelte Jürgen Kampel regelkonform - einen Meter nicht im Abseits stehend - den 1:1 Ausgleich. Gottlob von Seiten der Gratkorner wurde der Treffer nicht gegeben, weil ein "Vorarlberger-Kollege" sich im passiven Abseits befand. Nach der Pause entschied Schiri Schmid bei einem Zweikampf im Strafraum der Gratkorner zu unrecht auf Foul (an Marco Perchtold) für die Steirer, den durchgehenden Ball hätte Sidnei erneut zum Ausgleich verwertet...
Mehr als nur eine Schrecksekunde Kurz vor Ende der ersten Halbzeit prallte Keeper Hannes Schwarz mit seinem Kopf mit dem Knie/Scheinbein von Ali Kridene zusammen. Der Lustenauer konnte nach der Pause nicht weiterspielen! Viel schlimmer erging es dem Gratkorner Urgestein im Kasten der Steirer. Der wurde mit Kopf- und Hals(wirbel)verletzungen aus dem Stadion getragen und ins Spital gebracht. Gottlob gab's von Anfang an keine Lähmungserscheinungen... Ex-Gratkorns Kicker und Kapfenberg-Spieler Andi Rauscher und seine beinahe Tragödie rund um eine Querschnittslähmung ließen grüßen!
Chancen... ...hatten die Gratkorner, die stark konterten und in Hälfe eins spielbestimmend waren, in Hälfte eins mehr. Die dickste Möglichkeit vergab "Pana", der nach perfektem Konter der Steirer und finalem Zuspiel von Gerald Puntigam an Keeper Mario Krassnitzer scheiterte. Der damals noch nicht verletzte Gratkorn Schlussmann Hannes Schwarz verhinderte aber auch nach einem Schuss von Daniel Sobkova und nach grobem Fehler von Toni Ehmann bei Sidneis Chance einen Gegentreffer. Im zweiten Abschnitt waren die Heimischen klar tonangebend und erspielten sich auch effektive Chancen, scheiterten wie beim super Freistoß von Daniel Sobkova (85. Minute) aber an den immens starken Abwehrleistungen des 20-Jährigen Tormannes Markus Beer. In der 94. Spielminute hätte die Fuchs-Truppe beinahe noch ausgeglichen. Nach einem Konter brachte "Para" den Ball zur Mitte und Adam Cichon schoss volley ganz knapp drüber...
Die späten "unnötigen" Gegentore... Vorgelegt hatten die Gratkorner in der 24. Spielminute! Nach einer Flanke von Thomas Zündel brachte Martin Gründler den Ball in Richtung Tor. Der Rettungsversuch von Mario Leitgeb landete zum 1:0 im Netz der Lustenauer! Der Ausgleich war wohl verdient, hätte aber so wie das 2:1 der Lustenauer in der Nachspielzeit einfach nicht fallen dürfen. Da schlich sich bei einer Aktion, die eigentlich gar keine mehr war, Edin Salkic nach einem Stangpass vor Toni Ehmann und erzielte den für Gratkorner Seite unnötigen Ausgleich. Noch unnötiger war der Siegtreffer der Truppe aus dem Ländle, als Edin Salkic nach einem Eckball in der 91. Spielminute vor Toni Ehmann & Co zum Kopfball gelangte und zum so späten Siegesjubel abdrehen durfte...
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