Stadion Gratkorn, 800 Zuseher
Schiedsrichter: Krassnitzer
Tore: Cichon (61.); Ouedraogo (11.,18.)
Gelbe Karten: Windisch (31.), Puntigam (37.), Cichon (36.), Gsellmann (74.); Ilsanker (39.), Schober (89.)
FC PAX Gratkorn: Beer; Schick, Sauseng, Perchtold, Windisch (73. Gründler); Gsellmann, Cichon (62. Zündel), Puntigam, Edler (38. Tesevic); Parapatits, Bernsteiner Weiterer Ersatz: Götzinger; Eibinger
Nicht präsent - 0:2 Pausenrückstand "Nicht präsent" ist ja eigentlich nobel ausgedrückt. In Wahrheit waren die zuhause erfolgsverwöhnten Gratkorner (4 Siege - 2 Unentschieden) in den ersten 45 Spielminuten einfach nicht vorhanden. Die Fuchs-Elf verfiel von Beginn an in eine Lethargie, so suchte sie keine Zweikämpfe, da war kein Feuer, da gab's keine Energie und auch kein sichtbares Aufbäumen nach dem frühen 0:2 Rückstand. Die jungen Bullen aus Salzburg mussten wohl auf ihren Goalgetter Djordje Rakic verzichten (rückte zurecht in den Kader der Großen), dafür sprang am Freitag der 21-Jährige Issiaka Ouedraogo für den 9-fachen Torschützen ein. Dabei hatten die Salzburger im ersten Abschnitt gerademal eine Torchance aus dem Spiel heraus....Aberhin immer besser als das Heimteam, das nur durch einen abgefälschten Freistoß von Bernd Windisch (15.) und einen ebenfalls sehr guten Freistoß vom früh eingewechselten Dubravko Tesevic (39.) gefährlich wurde.
Beim 1:0 für das Team von Trainer Niko Kovac flankte Harald Pichler den Ball von der linken Seite zur Mitte und ebenerwähnter Issiaka Ouedraogo gewann in dieser Situation überraschend (einfach) das Kopfballduell gegen Marco Perchtold. (11.) Sieben Minuten später wurde Ouedraogo mittels herrlichem Lochpass bedient, der machte noch einen weiten Haken rund um den eigentlich an diesem regnerischen Abend beschäftigungslosen Tormann Markus Beer und traf aus spitzerem Winkel herrlich und gekonnt zum 2:0! (18.)
Besser werdend - Anschlusstreffer Es konnte angesichts der ersten Hälfte nur mehr besser werden mit der Leistung der Hausherren. Und das tat es auch. Von Minute zu Minute ging's mit den Steirern langsam aber stetig bergauf. Salzburgs Georg Teigl hatte wohl bei einem Heberversuch eine recht gute Möglichkeit, ansonsten waren die Gratkorner peut a peut am Drücker, hatten also mehr vom Spiel, ohne jedoch so richtig gefährlich zu werden. Der 1:2 Anschlusstreffer war da mal aber dennoch gar nicht so unverdient, als Adam Cichon nach Kopfballvorlage von Marco Perchtold und Eckball von Bernd Bernsteiner den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Sekunden zuvor bekam nämlich Marc Riegler nach Stanglpass bzw. Flanke vom (noch) auffälligsten Offensivspieler Bernd Bernsteiner den Ball schon verdammt Elfmeter-reif auf die Hand...
Der Ausgleich lag in der Luft... ...bzw. landete sogarmal an der Latte (86. Spielminute), als nach Tesevic-Corner der Comeback feiernde Martin Gründler per Kopf das obere Aluminum traf. Da wäre für Goalie Schober nichts zu halten gewesen. Kurz nach dem 1:2 hatte Thomas Zündel schon das 2:2 vor seinen Beinen, traf den Ball aber bei seinem Schuss überhaupt nicht optimal. Und in der Nachspielzeit rettete Marco Schober mit seiner Glanztat nach Großchance vom halb links alleinstehenden Joachim Parapatits den Sieg der Gäste. Die super Vorarbeit stammte von Markus Gsellmann, der in der 74. Spielminute nach einer schlimmen Fehlentscheidung die Gelbe Karte sah, obgleich sein grob unfairer Gegenspieler einen halben Meter weit von ihm entfernt ohne jegliche Feindberührung theatralisch zu Boden ging (Fernsehbeweis...) und normalerweise selbst eine Verwarnung verdiente...
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