Stadion Gratkorn, 1200 Zuseher
Schiedsrichter: Dintar (Pethö, Schneider)
Tore: Hauser (55.), Perstaller (57.), Winkler (60.)
Gelbe Karten: Puntigam (33.), Gsellmann (40.), Windisch (45.), Bernsteiner (73.), Hopfer (78.); Planer (25.), Harding (51.)
FC PAX Gratkorn: Beer; Schick, Kadkhodaei, Perchtold, Gründler (60. Tesevic); Gsellmann, Hopfer, Cichon, Puntigam (60. Eibinger); Bernsteiner, Parapatits (39. Windisch) Weiterer Ersatz: Götzinger; Taucher
FC Wacker Innsbruck: Planer - Koch (87. Pranter), Winkler, Svejnoha, Hauser - Löffler, Sara, Bilgen (27. Harding) - Fabiano - Perstaller (80. Obernosterer), Schreter Weiterer Ersatz: Schumacher; Kofler
Einige Umstellungen Der FC PAX Gratkorn musste beim Live-Spiel der 17. Runde der ADEG Erste Liga erneut mit verletzungsbedingten Umstellungen vorlieb nehmen. Zu den dauerverletzten Rafael Dorn, Mario Steiner, Toni Ehmann, Georges Panagiotopoulos, Philipp Vorraber gesellte sich nun auch Michael Sauseng (Bänderriss im Daumen) dazu. Dergestalt gab's am Samstag von Seiten der Steirer ein Debüt von Beginn an: Kian Kadkhodaei spielte mit Marco Perchtold in der Innenverteidigung, Martin Gründler agierte links in der Abwehr, dafür musste Bernd Windisch auf die Ersatzbank.Letztgenannter durfte dann aber schon in der 39. Spielminute ran, da sich Joachim Parapatits verletzte und ausgetauscht werden musste.
Gute Innsbrucker Der Tabellenführer aus Tirol zeigte am Gratkorner Kunstrasen, dass er nicht umsonst dort oben am Platz der Sonne vor diesem Match stand. Zehn Minuten tat sich nicht viel, ehe die Truppe von Walter Kogler den Ton angab. In der vierten Spielminute wäre es für die Tiroler aber "haarig" geworden, wenn Joachim Parapatits bei einem mehr als nur aussichtsreichen Konter ein Zuspiel gefunden hätte. Der junge Julius Perstaller war's dann, der eigentlich für sein Tiroler-Team die Führung hätte erzielen können. In der 13. Spielminute traf er per Kopf die Latte und acht Minuten später war der Stürmer wieder per "Birne" zur Stelle. Nach Bilgen-Flanke hätte der Innsbrucker bei seiner sehr guten Möglichkeit schon das Tor treffen können. Der Kopfball ging jedoch drüber.
Verschossene(r) Gratkorn-Elfer Drei Jahre lang war für den FC PAX Gratkorn ein Elfmeter eine todsichere Gelegenheit um ein Tor zu erzielen. Meist war der nun verletzte Georges Panagiotopoulos souverän zur Stelle, wenn der Schiri auf den Elfmeterpunkt zeigte und es hieß zu vollenden. Aber in den letzten 2,5 Jahren gab's für die Zuseher stets ein mulmiges Gefühl, einen Gratkorner Penalty zu verfolgen. Zu oft wurde da "versemmelt". Auch am Samstag gab's für die Fuchs-Elf die Möglichkeit durch einen (zu harten) Elfmeter in Führung zu gehen. Der zuvor "gefoulte" Bernd Bernsteiner schoss jedoch dem "Übeltäter" , Goalie Harald Planer, gastfreundlich in die Arme... Aber nun zurück zum Spiel, das nicht schlecht war.Ganz so schlecht stellten sich die Heimischen nicht an, obwohl Chancen in Hälfte eins Mangelware waren. Bei einem gefählrlichen Flanken-Schuss von Thorsten Schick musste Harald Planer im Kasten der Westösterreicher den Ball zur Ecke wehren. Ein wuchtiger und dann sich senkender Kopfball von Martin Gründler landete in der 42. Spielminute am Obernetz. Ebenfalls am Obernetz fand sich in der 44. Spielminute der Ball nach geschicktem Heber von Marcel Schreter wieder. Zwölf Minuten zuvor musste sich Gratkorns Keeper Markus Beer bei einem Kopfball von Martin Svejnoha mächtig strecken.
Fünf Minuten zum Tiroler Glück! So kann's halt im Fußball sein! Sekunden nachdem der souveräne und starke Schiri Christian Dintar die zweite Hälfte anpfiff, fand sich Adam Cichon in aussichtsreichster Situation um seine Gratkorner Mannschaft in Front zu bringen, aber auch beim Nachschuss von Gerald Puntigam wäre mehr drinnen gewesen. Zehn Minuten schien es, als ob die Gratkorner sich nun besser auf den Gegner eingestellt hätten, als innerhalb von fünf Minuten dem Gastgeber der Garaus gemacht wurde.
1:0 Fabiano passte auf die rechte Seite zu Marcel Schreter, dessen Stanglpass kam schlussendlich auf die halblinke Seite und Alexander Hausers Schuss ging perfekt ins lange untere linke Eck (55.)
2:0 Nach einem Eckball schien der wirklich nicht sonderbar scharfe Boden-auf-Kopfball von Julius Perstaller durchaus nicht unhaltbar (57.)
3:0 Bei einer Freistoßflanke kam der aufgerückte Ulrich Winkler überraschend vor Gratkorns Tormann Markus Beer zum Kopfball... (60.)
Nach diesem "Horror-Szenario" für die Steirer war die "Suppe natürlich gelöffelt", also das Spiel für den verdienten Sieger aus Tirol aber so was von entschieden, obgleich die Gratkorner bemüht waren "Ergebniskosmetik" zu erlangen. Angemerkt darf höchstens noch werden, dass Markus Beer in der Schlussminute den Schuss von Fabiano sehr stark abwehrte...
|