ADEG Erste Liga: 24. Runde

Di., 06.04.2010  FC PAX Gratkorn - Trenkwalder Admira   2:2 (0:0)
                                                                                        

             
Florian Eibinger (links im Zweikampf mit Daniel Toth - Foto GEPA-pictures Hans Oberländer) gelang nach tollem Zuspiel von "Pana" der zwischenzeitliche 1:1 Ausgleich.

   
 

Was war das für ein tolles Spiel! Der FC PAX Gratkorn zeigte am Dienstag beim 2:2 gegen die Admira erneut, dass er - sowie letzte Runde in Innsbruck -  mehr als nur mit den Teams der Tabellenspitze mithalten kann. Die Fuchs-Elf, die in Hälfte eins einige Chancen auf die Führung ausließ,  holte sich beim 2:2 verdient einen Punkt. Die gegnerische Schachner-Truppe schien einen glanzlosen und glücklichen Sieg entgegenzusteuern, ehe die Gratkorner  mit einem Doppelschlag in Führung gingen. Das vermeintliche 3:1 der Steirer wurde (leider) zu recht aberkannt. "Elferschinder" Friesenbichler (ein bereits geahndeter Elfer vom Schiri für die Admira wurde in der 80. Spielminute vom Assistenten overruled) köpfelte in einer wahnsinnig hektischen Schlussphase noch den Ausgleich.

   
 

Stadion Gratkorn, 900 Zuseher

Schiedsrichter: Steuer (Braunschmidt, Wandl)

Tore: Eibinger (75.), Tesevic (78.Elfer); Janocko (57.), Friesenbichler (86.)

Gelbe Karten: Gründler (53.); Windbichler (20.), Hanikel (41.), Plassnegger (55.), Friesenbichler (81.), Cemernjak (92.)

Gelb-Rote Karte: Windbichler (77.)

FC PAX Gratkorn:
Götzinger; Zündel, Sauseng, Perchtold, Gründler; Cichon, Hopfer, Windisch, Bernhart (58. Tesevic); Parapatis (58. Panagiotpoulos), Eibinger (88. Vorraber)
Weiterer Ersatz: Beer; Gsellmann

FC Trenkwalder Admira (in nummerischer Reihenfolge)
Mandl; Windbichler, Plassnegger, Dospel, Hanikel, Janocko (70. Friesenbichler), Krammer (82. Cemernjak), A. Schicker, Dibon, R. Schicker, Toth
Weiterer Ersatz: Manzoni; Hernandez-Sonseca Hervaz, Horvath

Der vierte Versuch
Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft und dem so knappen Ausscheiden im Stiegl-Cup (Elfmeterschießen) wollte man gegen die Millionen-Elf von Admira das erste Mal in dieser Saison die Saat "ernten", die man spielerisch schon längst gesät hatte..
Was schwer genug war, denn auf dem "Schoko-Untergrund" war bislang  kaum was zu gedeihen.

Glück der Gäste!
Unterschied zwischen Admira und Gratkorn gab's in Hälfte überhaupt keinen. Im Gegenteil: die finanziell im Gegensatz zu den Niederösterreichern Minimalisten aus  Gratkorn waren dem Gegner nicht nur ebenbürtig, sondern hätten in Hälfte eins eine verdiente Führung rausschießen können/müssen.
Gratkorns Andreas Bernhart traf in der 1. Minute nur das Außennetz und ein Schuss nach guter Aktion von Adam Cichon wurde gerade noch abgeblockt (9.)
Nach einer "geschossenen" Freistoßflanke von Bernd Windisch rutschten gleich drei einschussbereite Gratkorner vorbei (14.).
Die beste Möglichkeit auf die zu dieser Zeit verdiente Führung hatte die Fuchs-Elf in der 40. Spielminute, als ein Schuss von Andreas Bernhart von Thomas Zündel leicht abgefälscht wurde, aber der zuvor so unsichere Thomas Mandl konnte den Ball sensationell noch zum Corner wehren.

Die lange Zeit enttäsuchenden Gäste hatten gerade duch Marcus Hanikel drei Halbchancen, als einmal der starke Rückhalt Michael Sauseng klärte (4.), beim nächsten Mal köpfelte Hanikel gegen Sauseng/Götzinger knapp vorbei, um in der 44. Spielminute bei einem Abschlag von Matthias Götzinger angeschossen zu werden. Der Ball prallte aber dann doch einen Meter links neben das Gehäuse.

Es lag in der Luft!
Sekunden nach Wiederbeginn hat Joachim Parapatits aus der Drehung eine tolle Möglichkeit auf Gratkorns Führung.
Aber schön langsam merkten die 900 Zuseher, dass die Gäste mehr wollten und sich mit dem Remis nicht zufrieden gaben. Dergestalt war der Führungstreffer in der 58. Spielminute dann gar nicht mal so unverdient. Thomas Krammer passte da auf Rene Schicker und der bis dato enttäuschende Millionenkicker Vladimir Janocko traf aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung für seine Schachner-Elf.

Partie umgedreht!
Thomas Krammer und auch Rene Schicker schossen knapp vorbei, aber die Heimischen gaben an diesem Dienstag nie auf und zeigten, dass sie eigentlich auch mit den Spitzenteams der Liga locker mithalten konnten. Einzig allein die bislang (so gut wie kaum) gesammelten Punkte sind/waren der Grund, warum die seit dem Frühjahr so stark aufspielenden Gratkorner keine Bigpoints machen ließen.
Georges Panagiotopoulos wurde eingetauscht und sofort war der Belgier hauptverantwortlich für eine super Vorlage auf Florian Eibinger, der auf 1:1 stellen konnte (75.)
In der 78. Spielminute war wiederum "Pana" im Mittelpunkt, als bei seiner Attacke an ihm dann doch womöglich viel zu  hart Elfer gepfiffen wurde.
Dubravko Tesevic "zimmerte" den Penalty aber so was von scharf zum 2:1 für die Gratkorner ins Netz.

Statt 3:1 - dann 2:2:-(((
Nach dem Führungstreffer waren die Gratkorner klar am Drücker, hatten jedoch im Gegenzug Glück des Tüchtigen bzw. gab es eine richtige Entscheidung der Unparteiischen. Bei einer "Attacke" von Goalie Götzinger an der "harmlosen" Outlinie ließ sich Günter Friesenbichler mal wieder so was von unfair fallen. Assistent Albert Wandl erkannte die schon in dieser Saison zuhauf bald mal zu strafenden Handlung von Friesenbichler und überzeugte seinen Schri nicht Elfmeter zu geben, sondern den Übeltäter mal mit einer verdienten gelben  Karte zu bestrafen...
Eine Minute später tauchte Adam Cichon im Konter alleine vor dem gegnerischen Goalie auf, entschied sich aber für ein Abspiel auf Florian Eibinger, der auch im Rutschen zum 3:1 einschoss.
Assistent Roland Braunschmidt musste dieses "3:1" und die vermeintliche Entscheidung in diesem Match aber jedoch zu recht wegen Abseits aberkennen... 
Und so kam es, wie es in dieser Saison schon sooooooo oft kommen musste. Die Gratkorner fingen sich noch in der Schlussphase ein entscheidendes Tor ein. Günter Friesenbichler war diesesmal mit der Ferse Vorbereiter und köpfelte danach die Flanke von der rechten Seite genau ins rechte Eck zum 2:2 ein.(86.)

Viel länger hätte die Partie aber nicht dauern dürfen, denn die Admiraner waren dann am Drücker und waren in der hektischen Schlussphase sogar nahe am Sieg.


 
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