Stadion Gratkorn, 450 Zuseher
Schiedsrichter: Mag. Hirschbichler (Jäger, Pethö)
Tore: Parapatits (5.,94.); Kampel (69.,73.)
Gelbe Karten: Parapatits (61.); Boller (42.), Micic (88.)
FC PAX Gratkorn: Götzinger; Schick, Sauseng, Perchtold, Gründler; Steiner (75. Panagiotopoulos), Säumel (78. Kröpfl), Gsellmann, Windisch (63. Tesevic); Parapatits, Vorraber Weiterer Ersatz: Beer; Böhmer, Taucher
SC Austria Lustenau: Kofler; Bolter, Pöllhuber, Stückler, Kircher, Honeck (80. Vural), Kampel, Zwischenbrugger, Micic, Boller; Mathys (72. Egharevba) Weiterer Ersatz: Mendes; Karatay, Teodoro Soares, Heidegger
In der siebenten Runde der Ersten Liga trafen die Gratkorner auf Austria Lustenau und da mussten nach drei Niederlagen (0:10 Tordifferenz) am eigenen Kunstrasen einfach die ersten Heimspieltore bzw. Heimpunkte her. Dementsprechend agierten am Dienstag auch die Burschen von Trainer Michi Fuchs, der erstmals wieder auf Kapitän Michael Sauseng zurückgreifen konnte. Und diese gingen auch ganz früh mit 1:0 in Front! Zuvor schon gab's einen guten Gründler-Schuss nach Windisch-Eckball. In der 5. Spielminute brachte Bernd Windisch eine Freistoßflanke in den Strafraum. Danach gewann Philipp Vorraber das Kopfballduell und "Para" schob aus kurzer Distanz den Ball ganz überlegt zum 1:0 ins Netz.
Bis zum Pausentee hatten die Steirer alles im Griff. Man war überlegen, übte Druck aus, hatte ein besseres Zweikampfverhalten, allein die großen Torchancen fehlten. In der 15. Spielminute kam Gerald Säumel aus 16 Metern frei zum Schuss, setzte den Ball aber zu zentral, sodass Keeper Alexander Kofler keine Probleme hatte. Von den Lustenauern sah man in Hälfte eins kaum etwas. Nennenswerte Gefahr gab's einmal nach einem Stanglpass von Sascha Boller und einem Weitschuss von Daniel Micic, denn Matthias Götzinger im Kasten der Gratkorner aber abwehren vermochte.
Irgendwie unbegreiflich, dass diese Gratkorner Überlegenheit nach Wiederbeginn sich nicht nur abschwächte, sondern dann gar nicht mehr vorhanden war. Jetzt bekamen nämlich die Vorarlberger die Partie besser in den Griff und spielten sich - ohne wirklich großartige Chancen herauszuspielen - eine Überlegenheit heraus. So war's gar nicht unverdient, als die Truppe von Trainer Edmund Stöhr in der 69. Spielminute nach einem Einwurf von der linken Seite schlussendlich durch einen satten Schuss durch Jürgen Kampel den 1:1 Ausgleich erzielten. Aber es wurde noch bitterer für die Gratkorner, denn nur vier Minuten später hieß es nämlich schon 1:2. Diesesmal ging die Szene von der linken Seite durch einen Eckball los. Der Ball wurde danach von Sascha Boller aufs Tor geschossen und dabei traf er das Bein vom Mitspieler Jürgen Kampel, von wo der Ball unhaltbar zum 2:1 ins Netz gelenkt wurde.
Alles deutete auf eine nächste Heimniederlage hin, denn die Heimischen schienen geschockt und die Lustenauer waren durchaus bedacht noch einen weiteren Treffer zu erzielen. In den Schlussminuten kamen die Gratkorner aber wieder auf und drückten auf den Ausgleich! Ein toller Tesevic-Freistoß wurde von Keeper Kofler in Minute 89 bestens pariert, dann tauchte mal Michi Sauseng gefährlich im Strafraum auf, kam jedoch nach einem Eckball aber nicht an den Ball. Joachim Parapatits verköpfelte in der 91. Minute nach Tesevic-Freistoßflanke! In der letzten Aktion war's dann aber in der 94. Spielminute so weit: Mario Kröpfl brachte aus ca. 40 Metern aus zentraler Position einen Freistoß gefährlich in den Strafraum und der Ball wurde von Joachim Parapatits noch mit dem Kopf zum 2:2 verlängert... |