Stadion Gratkorn, 500 Zuseher
Schiedsrichter: Heiss
Tore: Perlak (23.), Jukic (53.)
Gelbe Karten: Säumel (24.), Gsellmann (65.); Winkler (52.)
FC PAX Gratkorn: Götzinger; Schick, Perchtold, Taucher (63. Bernsteiner), Windisch; Vorraber (76. Maritschnegg), Säumel, Gsellmann, Kröpfl; Parapatits, Panagiotopoulos Weiterer Ersatz: Beer; Kasalo, Pöschl, Mulle, Moritz
SV Scholz Grödig: Blatnik; Grasegger, Karner, Winkler, Pirker; Schubert (85. Zulechner), Hattenberger, Perlak (91. Seidl), Drechsel, Freudenthaler; Jukic (82. Jonathan) Weiterer Ersatz: Eisl; Pfeilstöcker, Hamzic
Nach zwei Remis in Folge wollten die Gratkorner in der 9. Runde der Ersten Liga gegen den starken Aufsteiger aus Grödig erneut punkten.Trainer Michi Fuchs musste jedoch dabei auf zahlreiche Kaderspieler verzichten, somit durften Youngsters wie Mateo Kasalo, Michael Mulle und Andreas Moritz das erste Mal auf der Ersatzbank Platz nehmen. Eingetauscht wurden sie wie der junge Manuel Pöschl aber nicht!
Zwei Stunden lange schüttete es bis genau zu Spielbeginn wie aus Kübeln. Ob ein Spiel auf einem Naturrasen da möglich gewesen wäre? Wohl kaum! Besser wäre es wohl gewesen...
Obgleich die Heimischen in den ersten 23 Spielminuten in einer unspektakulären Zeit nicht die Schlechteren waren. Ein scharfer Schuss von "Para" fiel da zu zentral aus (9.) und auf der Gegenseite machte Jukic mit seiner Möglichkeit viel zu wenig (15.) Zu diesem Zeitpunkt so quasi aus dem Nichts fiel in der 23. Spielminute das 1:0 für die Gäste. Die Gratkorner Defensive stellte sich da nicht gut an. Auf alle Fälle gab's ein tolles Zuspiel von Herwig Drechsel, das Michael Perlak eiskalt verwertete.
Für leidgeprüfte Gratkorn Zuseher war zu diesem Zeitpunkt die "Suppe bereits gelöffelt", also die Partie entschieden. Oder doch nicht? Es wäre nochmals spannend geworden, wenn nicht Philipp Vorraber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach der so starken Vorarbeit von Joachim Parapatits nicht kläglich gescheitert wäre...
In Hälfte zwei wurden den Steirern von den Salzburgern schon recht früh dann endgültig in Minute 53 der Garaus gemacht. Erneut stammte das tolle Zuspiel vom Ex-Rieder Urgestein Herwig Drechsel. Diesesmal durfte Mersudin Jukic alleine auf Gratkorns Goalie Matthias Götzinger zulaufen und ließ diesem keine Chance.
Die klar bessere Gäste-Truppe von Trainer Heimo Pfeifenberger steuerte also schon früh einem ungefährdeten und klaren Auswärtssieg entgegen. Womöglich hätte es gleich später ein Aufbäumen des so mageren Heimteams gegeben. Aber nach Gsellmann-Flanke und tollem "Pana"-Kopfball bewahrte Grödigs Keeper Georg Blatnik mit seiner starken Parade die Seinigen vor einem recht raschen 1:2 Anschlusstreffer.(55.) Man hatte danach nie das Gefühl, dass die Gratkorner, bei denen ein sehr gefährlicher Kröpfl-Freistoß von Goalie Blatnik in der Schlussphase der Partie unschädlich gemacht wurde (86.) diese Partie noch umdrehen hätte können. Im Gegenteil: Michael Perlak, Lukas Schubert (Kopfball an die Latte), Herwig Drechsel und Benjamin Freudenthaler (starke Abwehr von Matthias Götzinger) hätten ihr Team auch noch höher in Führung bringen können.
Fazit: Bei den meisten Gratkorn Spielern blieben am Freitag die Tugenden wie Leidenschaft, Emotion, Einsatzwillen, Laufbereitschaft ohne Ball, Antrittsschnelligkeit, Spielstärke, "Spaß am Fußball"... erneut im Verborgenen bzw. konnten diese den Zusehern nicht vermittelt werden. In dieser Verfassung ist man kaum Liga-tauglich, obgleich man mit dem Tabellenletzten Hartberg und der Vienna noch zwei zusätzliche Teams hat, mit denen man immer noch um den Klassenerhalt duellieren darf.
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