Steirische Landesliga: 5. Runde

Sa.,28.08.2010 Gratkorn Am.  -  FC Gleisdorf 09     2:1 (1:0)

   
 

Unerwarteter, aber dennoch verdienter 2:1 Sieg einer ganz jungen Gratkorn Amateure Truppe gegen den FC Gleisdorf. Gratkorns Schlussmann Markus Beer stützte seine vor allem im zweiten Abschnitt starken Vorderleute mit einer langen Zeit überragenden Leistung, ehe er die Partie in der 73. Spielminute noch spannend machte.

   
 

Stadion Gratkorn, 200 Zuseher

Schiedsrichter: Kislick (Kokolj, Eberhard)

Tore: Pöschl (44.); Kasalo (53.); Schwarz (73.)

Gelbe Karten: Moritz (57. Foul), Steiner (90. Unsportlichkeit); Wiesenhofer (35. Foul), Mesaric (68. Foul), Lehrer (92. Foul)

FC Gratkorn Amateure:
Beer; Moritz (78. Leeb), Kasalo, Hofer, Lenz; Mulle (87. Dexer), Pöschl, Maritschnegg, Hastreiter; Krall (46. Diensthuber)
Weiterer Ersatz: Neuhold, Horatschek

FC Gleisdorf 09:
Klug; Krempl, Schwarz (78. Flechl), Jürgen Wiesenhofer, Lehrer; Teuschler, Meissl, Deutschmann, Mesaric; Seidl (61. Scherr), Zilavec
Weiterer Ersatz: Florian Wiesenhofer; Loder

In der 5. Runde der Steirischen Landesliga traf die Truppe von Trainer Paul Steiner auf die Gleisdorfer, die aus den ersten vier Begegnungen gleich drei Siege landen konnten. Die Oststeirer waren an diesem Samstag eigentlich klarer Favorit, denn die "gestandene Truppe" von Trainer Johann Vorraber spielte ob der zahlreichen Ausfälle (10 Stück an der Zahl) ihres Gegners  gegen eine ganz, ganz junge Gratkorner Mannschaft.

Der "Methusalem" in der Elf der Heimischen, der 21-Jährige Tormann Markus Beer, hielt die Seinigen lange gut bzw. ganz gut im Rennen.
24 Minuten tat sich kaum was am künstlichen Grün in Gratkorn. Aber dann wurde Gleisdorfs Stürmer Denis Zilavec, dessen Team besser und stärker wurde, freigespielt, der aus halb linker Position alleine auf "Beerli" zulief, diesen überspielen wollte, aber an der tollen Abwehr des Goalies scheiterte.

Der so sicher wirkende Markus Beer war's auch, der in Minute 33 einen verdeckten Schuss von Alan Mesaric aus dem kurzen Eck fischte. Beim Stangenschuss von Markus Deutschmann hätte er aber keine Abwehrmöglichkeit gehabt.
In der 47. Spielminute war Markus Beer ebenfalls top, als er die Großchance von Daniel Krempl zunichte machen konnte.

Da hätte es aber auch schon zuvor plötzlich 2:0 für die Gratkorner stehen können. Eine tolle Kombination über Kevin Maritschnegg und Thomas Hastreiter verfehlte Daniel Steiner nämlich in Minute 29 nur um Haaresbreite.
Die eigentlich zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung des Heimteams gelang in der 44. Spielminute Kapitän Manuel Pöschl, der nach Hastreiter-Eckball am "langen" Fünfer genau ins kurze Kreuzeck köpfelte.
Gleich nach Wiederbeginn hatte Michael Mulle aus fünf Metern per Kopf nach Maritschnegg-Freistoßflanke die Riesenmöglichkeit die Führung zu erhöhen. Den Ball konnte Gleisdorfs Keeper Martin Klug, der die gute alte Tormann-Mütze von seinerzeit wieder salonfähig macht, abwehren.

Nach Seitenwechsel boten die Gratkorner Jungs eine ganz starke Leistung. Die Laufbereitschaft, der Einsatz, der Wille war bemerkenswert und sollte von den "Großen" kopiert werden. Der Gegner tat sich ob der Aggressivität lange dermaßen schwer, so dass er über 20 Minuten überhaupt keine Akzente mehr setzen vermochte.
Kevin Maritschnegg schoss in Minute 52 für die da so gut spielenden Gratkorner via leichter Abfälschung ganz knapp am linken Tor vorbei. Der darauffolgende Eckball - er wurde ebenfalls von Kevin Maritschnegg getreten - wurde vom aufgerückten Innenverteider Mateo Kasalo zum 2:0 ins Tor befördert.

In der 61. Spielminute hatte Manuel Pöschl sogar das 3:0 am Fuß, zögerte jedoch beim Abschluss zu lange, sodass sein Schuss noch gerade abgefälscht werden konnte.

Nix war es also mit der endgültigen Entscheidung. Im Gegenteil: In der 73. Spielminute musste der anfangs so gelobte Markus Beer das  1:2 Kopfballtor von Christoph Schwarz nach einer Flanke aber so was auf seine Kappe nehmen.
Egal, somit wurde die Partie wenigstens nochmals spannend. Die Youngsters ließen sich aber dennoch nicht hineindrängen, boten weiterhin erfrischenden Fußball und ließen in einer hektischeren Schlussphase keine Topmöglichkeit mehr für den Gegner zu. Somit holten Paul Steiners Schützlinge gegen einen vermeintlich höher und auch stärker eingeschätzten Gegner auch verdient alle drei Punkte.
 


 
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