Unterbergsarena Grödig, 600 Zuseher
Schiedsrichter: Schett
Gelbe Karten: Parapatits (31.), Bernhart (48.), Tesevic (53), Kasalo (90.)
FC Gratkorn: Beer; Steiner, Sauseng, Kasalo, Gründler; Kröpfl (92. Maritschnegg), Zündel, Bernhart, Tesevic; Vorraber (57. Bernsteiner), Parapatits Weiterer Ersatz: Götzinger; Windisch, Taucher
SV Grödig: Eisl; Grasegger, Pfeilstöcker, Winkler, Schubert; Krammer (77. Perlak), Karner, Drechsel, Freudenthaler (60. Sobkova); Viana, Jukic (57. Ouedraogo) Weiterer Ersatz: Freitag; Hamzic, Carril-Regueiro, Gramann
Angesichts der unsagbaren Tragödie um Michael Fuchs dürfen Tore, Meter, Sekunden eigentlich keine Bedeutung haben. Es handelt sich ja nur um den Sport!
Aber dennoch: "The show must go on" und es ging am Freitag mit dem Kick in Grödig weiter. Einige Veränderungen gab's auf Seiten der Gäste aus der Steiermark. Kapitän Michael Sauseng kam nach seiner Gelbsperre wieder retour und stand gemeinsam mit dem jungen Mateo Kasalo sicher in der Innenverteidigung (Marco Perchtold war aufgrund der 5. gelben Karte gesperrt). Markus Gsellmann war krank und Kevin Maritschnegg stand nicht im Startaufgebot, für die beiden spielten Andreas Bernhart und Thomas Zündel im Mittelfeld.
Viel konnte man sich nicht erwarten, ein Punkt wurde es aber für die Gratkorner im regnerischen Grödig am tiefen Geläuf dennoch. Der Heimtrainer, Heimo Pfeifenberger, war nach dem Kick auf sein Team so richtig sauer. Er strich den "in der Offensive so harmlosen Kickern, die für ihn zu wenig Einsatz brachten, einen trainingsfreien Tag. "Einen Sieg wollte er unbedingt holen um mit dem Abstieg nichts mehr am Hut zu haben und musste schlussendlich glücklich sein, nicht verloren zu haben..."
Ein fußballerischer Leckerbissen war's nicht, was den 600 Zusehern da geboten wurde, aber die Gratkorner zeigten Moral und hielten dagegen. Die Grödiger hatten eine Stunde lang mehr vom Spiel, zu vielen Torchancen gelangten die Salzburger aber im Gegensatz zu ihrem letzten Heimspiel gegen Altach nicht. Bereits in der Anfangsphase wurde Diego Viana in einer "haarigen Situation" vom Assistenten wegen Abseits zurückgewunken, als er in Minute zwei ins Tor traf. Herwig Drechsel war's dann, der knapp vor der Pause mit einer Direktabnahme knapp scheiterte.
Die größte Möglichkeit auf ein Tor besaßen die Grödiger gleich nach Wiederbeginn, als Diego Viana halb rechts alleine auf Markus Beer zulief. Sein scharfer Flachschuss wurde von Gratkorns Goalie aber noch blendend in den Corner gewehrt. Je länger die Partie aber dauerte, desto besser wurden die Gratkorner, desto mehr traute sich die Steiner-Elf zu. Und war auch knapp am Torerfolg und auch nicht weit an allen drei Punkten entfernt.
Der aufgerückte Mateo Kasalo spielte zum Beispiel kurz auf Andi Bernhart auf und dessen satter Schuss wurde von Keeper Eisl gerade noch per toller Parade über die Latte gedreht. Mario Steiners Schuss mit dem linken Fuß war dann auch gar nicht so ungefährlich und beim Hechtkopfball von Joachim Parapatits durften sich die Grödiger auch bei ihrem Tormann bedanken. Diese Druckphase der Gratkorner überstanden die Grödiger ohne Gegentor und da zwei Minuten vor dem Ende Diego Viana einen Kopfball nur auf's Obernetz setzte, blieb es bei einer in Summe leistungsgrechten Punkteteilung, bei der die Gratkorner moralischer Sieger waren und sie wieder optimistischer in die Fußballzukunft blicken lässt.
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