Heute-für-Morgen-Erste-Liga: 30. Runde

Di.,26.04.2011    FC Gratkorn - FC Lustenau      3:4 (1:2)

   
 

                   

Der FC Gratkorn verlor in der 30. Runde denkbar knapp in dem so wichtigen Match gegen den FC Lustenau, mit 3:4. Ein Sieg hätte her müssen, null Punkte sind es geworden, weil die Gratkorner eine frühe 1:0 Führung durch Philipp Vorraber (rechts - Foto GEPA-pictures) in ein 1:2 ummünzen ließen. Nach der Pause glich die Steiner-Elf durch einen Handselfmeter aus, konnte aber nicht zulegen. Im Gegenteil, den Vorarlbergern gelangen noch durch zwei nicht unhaltbare Freistöße das 3:2 und ganz bitter - beim Stand von 3:3 in der 94. Spielminute - noch das 4:3. Sieben Punkte beträgt nun der Rückstand auf den achten Platz (Hartberg, gegen den man am Freitag zuhause antritt), wie es aussieht, muss man sich nun wirklich mit der Vienna (0:0 gegen Grödig) um den letzten Platz duellieren...

   
 

Stadion Gratkorn, 500 Zuseher

Schiedsrichter: Grobelnik

Tore: Vorraber (11.), Parapatits (47. Elfer), Gsellmann (91.); Schöpf (20. Elfer, 59.), Muniz (25.), Batir (94.)

Gelbe Karten: Zündel, Sauseng, Eibinger, Bernsteiner,  Schöpf, Schösswendter, Seeger

FC Gratkorn:
Götzinger; Steiner, Sauseng, Perchtold, Windisch; Zündel, Säumel, Gsellmann; Vorraber (75. Gründler), Eibinger (63. Bernsteiner), Parapatits (69. Tesevic)
Weiterer Ersatz: Mussnig, Kasalo, Bernhart, Maritschnegg

FC Lustenau 1907:
Stojanovic; Bolter (88. Kircher), Schösswendter, Kobleder, Simma; Holzmann, Schöpf, Hagspiel, Harun Erbek; Seeger, Muniz (79. Batir)
Weiterer Ersatz: Hefel; Ibrahim Erbek, Dulunda, Markus, Rupp

Der FC Gratkorn hat am Dienstag die große Chance vertan wieder mitzumischen! Mit einem Sieg gegen den FC Lustenau hätte man lediglich vier Punkte Rückstand auf die Vorarlberger zu verzeichnen gehabt. Auch die beiden direkten Kontrahenten um den Abstieg Vienna und Hartberg hatten mit ihren beiden 0:0 Remis auch nicht unbedingt vorgelegt.

Vorgelegt hat in der 30. Runde gleich mal aber der FC Gratkorn. In Minute drei hatte bereits Thomas Zündel nach Gsellmann-Pass die Riesenchance auf das 1:0, welches dann in der 11. Spielminute folgte.
Bei einer Flanke von Markus Gsellmann machte Mario Bolter nicht die beste Figur. Den Stanglpass von Joachim Parapatits versenkte danach Philipp Vorraber mit dem linken Fuß.

Statt nachzusetzen kamen in Folge die Vorarlberger besser ins Spiel und drehten innerhalb von fünf Minuten die Partie, wobei Gratkorns Defensive keine gute Figur machte. In der 20. Spielminute fällte Kapitän Michi Sauseng Gegenspieler Patrick Scherrer und Daniel Schöpf verwertete den Strafstoß sicher.
Schlimm war's in der 25. Spielminute. Da hatte man nach einem Eckball selbst die Möglichkeit auf ein Tor und dann ging's schnell. Bei einem weiten Auswurft von Goalie Stojanovic verlor Bernd Windisch den Zweikampf gegen Patrick Scherrer, der den Ball zu Muniz spielte, der wiederum nach schöner Aktion genau ins Eck zum 2:1 traf.

Daraufhin schienen die Lustenauer das Spiel im Griff zu haben, denn von den Heimischen, die in einem so wichtigen Match zur Verärgerung bzw. Enttäuschung der Fans zu wenig Herzblut und Einsatz zeigten, kam bis auf eine dicke Möglichkeit von Joachim Parapatits (Fußabwehr von Stojanovic) zu wenig.
Auf der Gegenseite wehrte Tormann Götzinger einen prächtigen Weitschuss von Marcel Holzmann per Parade über die Latte.

Der zweite Abschnitt begann für die Steiner-Elf perfekt. Zuerst schoss Gerald Säumel nach Vorraber Pass knapp drüber (46.) und kaum später gab's zurecht Elfer (Handspiel von Daniel Schöpf) für die Gratkorner. Joachim Parapatits ließ sich daraufhin die Chance nicht nehmen und traf zum 2:2.
Ein 2:2 mit dem wiederum das Team aus dem Ländle nicht wirklich zufrieden war, denn dieses machte gleich wieder für das Spiel und kam durch zwei Kopfbälle von Muniz zu guten Möglichkeiten, die Keeper Götzinger zunichte machen konnte.
In der 59. Spielminute musste er aber allerdings nach dem guten Freistoß von Daniel Schöpf zum 3:2 den Ball aus dem Netz holen.

In der letzten Viertelstunde kamen die Gratkorner besser in die Gänge und wollten zumindest den Ausgleich erzielen und kamen auch zu Möglichkeiten (Tesevic-Schuss wurde abgeblockt, guter Gsellmann-Weitschuss, Kopfball von Tesevic nach Gründler-Flanke).
Und einmal wurde Thomas Zündel im Strafraum direkt von den Augen des bei Gratkorn Spielen immer nicht wirklich überzeugenden Schiris Grobelnik, der weiter spielen ließ, klar gefoult.
In der 90. Spielminute besaß Harum Erbek die Riesenmöglichkeit auf das 4:2, traf dabei jedoch nur die Latte.

In der ersten Minute der Nachspielzeit gelang Markus Gsellmann nach Gründler-Pass dann doch das viel umjubelnde 3:3, das jedoch nicht lange Bestand hatte.
Denn dem eingewechselten Batir gelang in der 94. Spielminute noch nach einem Freistoß der 4:3 Auswärtssieg...


 
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