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Stadion Gratkorn, 900 Zuseher
Schiedsrichter: Harkam (Strasser, Bauernfeind)
Tore: Tesevic (12.), Bernhart (85.), Maritschnegg (93.); Friesenbichler (84.)
Gelbe Karten: Perchtold, Vorraber, Eibinger, Bernsteiner, Maritschnegg; Strobl, Zivny
FC Gratkorn: Götzinger; Mario Steiner, Perchtold, Kasalo, Tesevic; Gsellmann, Säumel, Bernhart; Vorraber (46. Gründler), Parapatits (88. Maritschnegg), Eibinger (73. Bernsteiner) Weiterer Ersatz: Beer; Windisch, Daniel Steiner, Sauseng
TSV Hartberg: Rindler; Seebacher, Rodler, Zivny, Strobl (78. Waldl); T. Hopfer, Omladic, Kölbl (54. Rakowitz), Adilovic (55. Domoraud); Schober, Friesenbichler Weiterer Ersatz: Gösslbauer; Harrer, Puntigam, Tauschmann
In der 31. Runde traf im Steirer-Derby die im Frühjahr schwächste Mannschaft (FC Gratkorn) auf das nach der Winterpause stärkste Team (TSV Hartberg). Bei allem Respekt, aber stark war das überhaupt nicht, was die fehleranfälligen Hartberger, die zuvor sieben Spiele ungeschlagen waren, da ihren enttäuschten mitgereisten Fans in der ersten Hälfte boten. Bei den Gratkornern, die einige Umstellungen zu verzeichnen hatten (Kasalo, Tesevic, Bernhart für Sauseng, Windisch, Zündel) ging die Partie, so wie bei der 3:4 Heimniederlage gegen den FC Lustenau aber gut los.
In der 12. Spielminute hämmerte nämlich Dubravko Tesevic das Spielgerät per Dropkick nach Gsellmann-Flanke und Rodler-Kopfabwehr aber aus ca. 17 Metern so genau und so scharf ins lange Eck und durfte sich beim 1:0 auch gleichzeitig über seinen 10. Saisontreffer freuen. Die Elf von Kapitän Markus Gsellmann brachte diese Führung locker in die Pause - man war in keinster Weise mit irgendeiner Hartberger Chance konfrontiert - musste jedoch einer 2:0 Führung nachtrauern. In der 34. Spielminute verjuxte Mario Steiner eine tolle Möglichkeit, als er nach wunderschöner Vorarbeit von Florian Eibinger, der von Markus Gsellmann freigespielt wurde, freistehend drüberknallte.
In der zweiten Hälfte kam so richtig Leben ins Spiel und den 900 Zusehern wurde ein rassiges Derby mit guten Chancen geboten. So wurde zum Beispiel ein Omladic-Weitschuss zur sicheren Beute von Matthias Götzinger (52.), ein Schuss von Joachim Parapatits von Keeper Rindler in den Corner gewehrt (58.) oder ein ganz brenzliger Stanglpass von Rakowitz noch von Mario Steiner vor dem einschussbereiten Domoraud aus kürzester Distanz über die Latte geklärt.
In einem Spiel voller Emotion und Leidenschaft wurden die Torchancen in Folge größer. Florian Eibinger besaß nach Gsellmann-Zuspiel eine sehr gute Möglichkeit, schloss jedoch mit dem linken Fuß nicht gut ab (62.) Wunderschön machte es sechs Minuten später der Hartberger Stefan Rakowitz, als er nach seiner starken Einzelaktion nur die Stange traf, beim Nachschuss konnte Gratkorns Schlussmann Matthias Götzinger glänzen.
Die dickste Möglichkeit ließ aber in der 76. Spielminute Martin Gründler aus, als er nach perfekter Vorlage des eben eingewechselten Bernd Bernsteiner aus 6 Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnte und drüber knallte. Und das rächte sich dann auch, denn nach Seebacher-Flanke und Stellungsfehler von Mateo Kasalo, der zuvor gemeinsam mit Marco Perchtold in der Innenverteidung beste Figur machte, köpfelte Günter Friesenbichler in der 84. Spielminute den 1:1 Ausgleichstreffer.
In dem Match, welches nichts für schwache Nerven war, konnten die starken und aufopferungsvoll kämpfenden Gratkorner aber nur eine Minute später den alten Vorsprung wiederherstellen. Nach starker Aktion von Andreas Bernhart und dem Doppelpass mit Markus Gsellmann erzielte Andi mit einem staubtrockenen Schuss ins lange Eck das 2:1 (85.)
Die Gast-Elf von Trainer Bruno Friesenbichler warf natürlich alles nach vor, in diesem Fußballkrimi durften schlussendlich in der 93. Spielminute nochmals die Gratkorner über ein weiteres Tor jubeln. Andras Bernhart passte überlegt zu Kevin Maritschnegg, der in Folge in starker Manier aus halb rechter Position den 3:1 Endstand herstellte und sich über seinen ersten Treffer in der zweithöchsten Fußballliga freuen konnte. |